Risikomanagement in Familienunternehmen

Risikomanagement in Familienunternehmen

Risikomanagement in Familienunternehmen


In der öffentlichen Diskussion wird dem Risikomanagement in Unternehmen eine zunehmende Bedeutung beigemessen. Dies zeigt sich nicht zuletzt darin, dass das Risikomanagement international wie national vermehrt als Teilbereich von Gesetzen, Richtlinien und Standards diskutiert und eingeführt wird. Allerdings werden bei dieser Diskussion die Bedingungen von Familienunternehmen bisher wenig oder gar nicht berücksichtigt, denn die gesetzlichen Standards gelten in der Regel für Aktiengesellschaften. Außerdem sind bisher die Vorgaben zum Risikomanagement viel zu abstrakt und wenig konkret, so dass Familienunternehmen sie weder in ihre strategischen noch in ihre operativen Entscheidungssituationen einbeziehen (können). Denn Risikomanagement kann in Familienunternehmen nicht einfach eine „verkleinerte“ oder angepasste Version des Risikomanagements von Großunternehmen sein.

In der akademischen, aber auch praxisorientierten Forschung hat das Risikomanagement von Unternehmen leider bisher keine korrespondierende Bedeutung. Und dies gilt ganz besonders für das Risikomanagement in Familienunternehmen. Deshalb setzt das Forschungsprojekt im Spannungsfeld von Risikomanagement-Theorie und der Familienunternehmens-Praxis an. Dabei werden die unternehmensspezifischen Charakteristika, die Besonderheiten im Führungsstil, die Eigentümernähe und die Personenorientierung in Familienunternehmen im Risikomanagement‐Ansatz reflektiert. Ziel des Forschungsprojekts ist die Konzeptualisierung eines anforderungsgerechten Risikomanagements für Familienunternehmen.

Frau Alice Timmermann LL.M., M.Sc. widmet sich in ihrer Dissertation diesem Themenfeld Risikomanagement in Familienunternehmen. Sie wird dabei von Prof. Dr. Patrick Ulrich an der Hochschule Aalen betreut. Die EQUA-Stiftung unterstützt sie mit einem Promotionsstipendium über zwei Jahre.

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