Haben FamilienunternehmerInnen entweder keine Nachfahren oder die eigenen Kinder wollen oder können das Unternehmen nicht übernehmen, dann stellt sich die Frage, wie es mit dem Unternehmen, den Mitarbeitern, den Kunden, den Lieferanten etc. weitergehen soll.
Ist eine familieninterne Nachfolge nicht möglich, dann wünschen sich viele FamilienunternehmerInnen, ihr Unternehmen nicht an Finanzinvetoren zu verkaufen, sondern an neue Inhaber weiterzugeben, die das Unternehmen in Übereinstimmung mit ihren Werten, Überzeugungen und in ihrer speziellen Unternehmenskultur weiterführen. Damit ein Verkauf eines Familienunternehmens an einen neuen Inhaber funktioniert und das Unternehmen nachhaltig weitergeführt werden kann, müssen nicht nur die Unternehmenskennzahlen stimmen, sondern die Abgebenden und Übernehmenden müssen davon überzeugt sein, dass das Unternehmen zum neuen Inhaber passt und der neue Inhaber zum Unternehmen. Eine gewisse psychologische Übereinstimmung ist dafür Voraussetzung.
Das Forschungsprojekt sucht die Faktoren und Kriterien für die emotionalen Übereinstimmung und Passung, um diese dann in einer (digitalen) Nachfolgebörse neben den Unternehmenskennzahlen abzufragen und als maßgebliche Einflussgröße für eine erfolgereiche externe Unternehmensnachfolge zu berücksichtigen.