EQUA Think Tank: Die Zukunft von Familienunternehmen

EQUA ThinkTank

Die Zukunft von Familienunternehmen


Die EQUA-Stiftung veranstaltet alle zwei Jahre ein ThinkTank, zu dem sie Experten aus den verschiedensten Wissenschaftsdisziplinen einlädt, um mit ihnen über die Zukunft von Familienunternehmen angesichts des raschen gesellschaftlichen Wandels in den Diskurs zu treten.

2. EQUA ThinkTank
Kultur des Unternehmertums
Neumühle
18.-19. Juli 2019

Auch zum 2. EQUA ThinkTank waren wieder ca. 30 Experten eingeladen: teilweise Teilnehmer des ersten ThinkTanks, teilweise neue. Wieder kamen sie aus den unterschiedlichsten Disziplinen und hatten möglichst verschiedene Vorerfahrungen. Varianz gab es nicht nur im Beruf bzw. dem Forschungsfach, sondern auch beim Alter, Geschlecht, Wohnort etc. So war eine größtmögliche Diversifität bei gleichzeitiger Kontinuität gegeben.

Ausgehend von der Wahrnehmung, dass viele junge Mitglieder von Unternehmerfamilien die Arbeit im eigenen Familienunternehmen nur als eine Option unter vielen Jobmöglichkeiten begreifen und auch die Gesellschaftsanteile am Familienunternehmen nur als eine unter vielen Möglichkeit des finanziellen Vermögens betrachten, stellt sich die Frage, ob sich die Vorstellung davon, was Unternehmertum bedeutet, und damit die Kultur des Unternehmertums verändert (hat).
Wenn es tatsächlich eine diesbezügliche Veränderung gab/gibt, so muss diese nicht nur als individuell-persönliche, sondern als umfassende und kulturelle betrachtet werden.

In diesem ThinkTank wurde in vollkommenen ergebnisoffenen Workshops nicht nur der möglichen Veränderung nachgegangen, sondern auch die Frage bearbeitet, inwiefern und welche Konsequenzen dies für Familienunternehmen, für Unternehmerfamilien, für die Volkswirtschaft und für die gesamte Gesellschaft hat.
Ziel des ThinkTanks war es, Handlungsimplikationen zu erdenken, wie man mit diesen Veränderungen und den daraus resultierenden Herausforderungen umgehen kann, soll und vielleicht auch muss.

Wieder bot die abgeschiedene Neumühle (bei Wartmannsroth) einen wunderbaren Rahmen, um Neues zu denken, Wissen zu verknüfen und Bekanntes kreativ zu bewerten.

Studierende der Kronberg Akademie trugen durch ihre musikalische Einlage zur geistigen und der Koch und Weinkeller der Neumühle zur körperlichen Entspannung bei.


1. EQUA ThinkTank
Familienunternehmen im Jahr 2040

Neumühle
13.-14. Juli 2017
Erstmals wurden von der EQUA-Stiftung 30 Familienunternehmens-Experten/innen aus den unterschiedlichsten Fachrichtungen (BWL, Jura, Geschichte, Psychologie, Soziologie, Entrepreneurship, Medizin etc.) eingeladen, um gemeinsam die möglichen Herausforderungen für Familienunternehmen und Unternehmerfamilien in den nächsten 20 Jahren zu reflektieren. Ziel war es, die verschiedenen Vorerfahrungen und möglichst breites Wissen zunächst zu sammeln, zu diskutieren und zu bündeln, um so Zukunftsszenarien zu entwickeln.

Dazu wurden vier aufeinander aufbauende und absolut ergebnisoffene Workshops von Frau Dr. Rena Haftlmeier-Seiffert konzipiert und durchgeführt:
Im ersten Workshop wurde mittels der world-café-Methode zunächst die Vorstellungen aller Teilnehmer/innen davon gesammelt und diskutiert, was Familienunternehmen in den nächsten 20 Jahren verändern wird.
Der zweite Workshop diente dazu, die Schlüsseleinflussfaktoren zu finden. Dazu wurden die im ersten Workshop erarbeiteten Veränderungsfaktoren von jedem/r Teilnehmer/in über eine Einfluss-Matrix nach ihrer mutmaßlichen Einflussstärke bewertet.
Diese so gefundenen Schlüsseleinflussfaktoren bildeten dann die Grundlage für den dritten Workshop. Hier wurden diese einzeln diskutiert und die Argumente in Szenario-Quadraten eingetragen, um so herauszufinden, was positiv und was negativ wirken könnte und ob diese Vorstellungen wohl als eher gewiss oder als eher unwahrscheinlich einzuschätzen sind.
Die so entstandenen positiven, negativen bzw. wahrscheinlichen Szenarien über die Zukunft von Familienunternehmen waren dann Grundlage für den vierten Workshop, in dem jede/r Teilnehmer/in ein fiktives Vermächtnis eines/r Senior-Unternehmers/-Unternehmerin an seine/ihre Nachkommen schrieb und dabei die erarbeiteten Zukunftsszenarien als Grundlage benutzte. Diese schriftlichen Vermächtnisse fallen naturgemäß sehr unterschiedlich aus. Sie zeichnen ein buntes und doch konkretes Bild davon, wie man die Zukunft von Familienunternehmen und Unternehmerfamilien gestalten könnte.

Diese fiktiven Vermächtnisse stellen das Ergebnis des EQUA ThinkTanks über die Zukunft von Familienunternehmen dar. Sie wurden publiziert und sind damit allen Interessierten zugänglich.
(→  Publikation).

Damit die Teilnehmer/innen, die sich größtenteils hier das erste Mal begegneten, eine gute Basis zum gemeinschaftlichen und intensiven Arbeiten hatten, wurde der EQUA Think Tank in der Abgeschiedenheit einer fränkischen ehemaligen Mühle abgehalten. Sie war durch ihre wunderbare Atmosphäre ein guter Rahmen, um neu und quer zu denken. Genau dieses Ziel hatte auch der Impulsvortrag von Hannes Treichl ‚Anders denken‘, der am Beginn der Tagung stand. Da eine gute Arbeitsatmosphäre auch von Entspannungsphasen durchbrochen sein sollte, spielte das Giocoso Streichquartett im Brunnenhof ein bezauberndes Konzert und die Küche der Neumühle verwöhnte alle Teilnehmer/innen.

zurück