Resilienz von Familienunternehmen

Resilienz von Familienunternehmen

Instrumente oberdeutscher Familiengesellschaften im 16. Jahrhundert zur Sicherung ihrer wirtschaftlichen Stabilität und Nachhaltigkeit. Eine qualitative Studie am Beispiel der Augsburger Paumgartner


Herr Stefan Lehm erhielt ein einjähriges EQUA-Stipendium als Anschubfinanzierung für sein auf drei Jahre angelegtes Dissertationsprojekt, das von Herrn Prof. Dr. Markus  Denzel an der Universität Leipzig betreut wurde und dort auch eine Anschlussförderung erhielt.

Wirtschaftshistoriker haben gegenüber anderen Wirtschaftswissenschaftlern einen sehr großen Vorteil: Sie können tabuisierte Themen (z. B. den Untergang eines Unternehmens) empirisch und am konkreten Beispiel untersuchen, ohne dabei den Widerständen, Beschönigungen, bewusster Verschleierung etc. der Betroffenen ausgesetzt zu sein.
Wirtschaftshistoriker haben gegenüber anderen Wirtschaftswissenschaftlern einen sehr großen Nachteil: Sie können bei niemandem nachfragen und sind mit einer oft lückenhaften oder uneindeutigen Quellenlage konfrontiert.

Da in verschiedenen Archiven offensichtlich sehr viel aufschlussreiches Quellenmaterial zu der Augsburger Unternehmerfamilie Paumgartner schlummert, arbeitet Herr Stefan Lehm dieses Material in Form einer Single-Case-Studie auf. Er geht dabei der Forschungsfrage nach, was diese historische Unternehmerfamilie einerseits tat und befähigte, ihr Unternehmen über mehr als 100 Jahre stabil am (internationalen) Markt zu halten, und was andererseits dazu führte, dass es nach so langer Zeit doch unterging. Er leistet damit als Historiker einen neuen und wichtigen Beitrag zur Resilienzforschung und zur Insolvenzforschung.


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