Rechtsformen

Rechtsformen von Unternehmen


Sofern es sich nicht um Unternehmungen von Selbständigen oder Freiberuflern handelt, sind Unternehmen gesellschaftsrechtlich in der Regel entweder Personengesellschaften oder Kapitalgesellschaften.

Von Personengesellschaften spricht man, wenn sich mindestens zwei natürliche oder juristische Personen zusammentun, um gemeinsam einen bestimmten Zweck zu verfolgen (beispielsweise ein Unternehmen zu betreiben).
Typische Personengesellschaften sind:
GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts)
oHG (offene Handelsgesellschaft)
KG (Kommanditgesellschaft)

Daneben gibt es aber auch Kapitalgesellschaften. Bei diesen wird von einer oder mehreren natürlichen oder juristischen Personen Kapital als Grundlage für eine (wirtschaftliche) Aktivität zur Verfügung gestellt.

Typische Kapitalgesellschaften sind:
AG (Aktiengesellschaft)
GmbH (Gesellschaft mit beschränkter Haftung)

Auswirkungen:
Die unterschiedlichen Rechtsformen haben eine unmittelbare Auswirkung u. a. auf Haftung und Besteuerung.
Stehen bei einer Personengesellschaft die teilnehmenden Personen mehr oder weniger persönlich in der Haftung und müssen daher beispielsweise folgerichtig auch für die anfallende Steuer (in Form von Einkommensteuer) aufkommen, so ist eine Kapitalgesellschaft selbst rechtsfähig, weshalb die teilhabenden Personen nicht unmittelbar haften; folgerichtig muss auch die Gesellschaft (also das jeweilige Unternehmen) und nicht die dahinter stehenden Personen die Steuern (in Form von Körperschaftsteuer) entrichten.

Weiterführende Literatur:

Hierl, Susanne/, Huber Steffen, Rechtsformen und Rechtsformwahl: Recht, Steuern, Beratung, Verlag: Springer Gabler, Wiesbaden 2008, ISBN 978-3-834906410


→ Nachfolgewiki: Rechtsform

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