Philanthropie

Philanthropie in Unternehmerfamilien


Das griechische Wort Philanthropie bedeutetet wörtlich übertragen ‚Menschenfreundschaft‘ (philos = Freund; anthropos = Mensch). Es bezeichnet also eine allgemein menschenfreundliche Haltung im Sinne von Menschlichkeit. Durch amerikanisches Vorbild und Einfluss wird es heute allerdings im Allgemeinen als Synonym für Wohltätigkeit bzw. (Groß-) Spenden für mildtätige Zwecke gebraucht.

Nicht erst seit es mit diesem Wort benannt wird, zeichnen sich Unternehmerfamilien durch philanthropisches Engagement aus – man denke nur an die Fuggerei, die Margaretenhöhe (Krupp). Aber auch viele kleinere und weniger spektakuläre Gründungen von Musikschulen, Waisenhäusern etc. zeugen von einem Verantwortungsempfinden der Unternehmerfamilien gegenüber den Mitarbeiterfamilien und der Region. Neben dem Pflichtgefühl erweist sich darin aber auch der Wille, andere am eigenen Erfolg teilhaben zu lassen und sozusagen der Gesellschaft etwas vom eigenen Glück zurück zu geben, denn die Unternehmerfamilien wissen, dass der unternehmerische Erfolg nie nur allein sondern immer in der Gemeinschaft mit den Mitarbeitern und der Region zustande kam. Philanthropisches Engagement wirkt darüber hinaus auch wieder positiv auf die Unternehmerfamilie zurück, denn es stärkt durch die Identifikation mit den philanthropischen Projekten den Zusammenhalt.

Weiterführende Literatur:

Neuvians, Nicola/ Alberg-Seberich, Michael, Strategische Philanthropie als Gesellschafterkompetenz, in: EQUA-Stiftung (Hrsg.), Gesellschafterkompetenz. Die Verantwortung der Eigentümer von Familienunternehmen, Verlag: Unternehmer Medien, Bonn 2011, ISBN 978-3-937960128, S. 286-301

Druckversion

zurück