Ertragswert eines Unternehmens

Ertragswert eines Unternehmens


Um den Unternehmenswert zu bestimmen, wird häufig der Ertragswert ermittelt.

Der Ertragswert kann entweder vergangenheitsbezogen unter Berücksichtigung der Gewinne der letzten Jahre errechnet werden oder zukunftsorientiert, indem man die Gewinnprognosen der nächsten Jahre zugrunde legt.

Sowohl die Zukunftsorientierung als auch die Vergangenheitsbezogenheit hat ihre Nachteile, weshalb häufig eine Kombination aus beidem vorgenommen wird. Denn in Zeiten eines wirtschaftlichen Einbruchs nach vielen fetten Jahren wird durch die reine Vergangenheitsbetrachtung ein zu hoher Betrag ermittelt (und umgekehrt). Andererseits sind zukünftige Gewinne in der Regel kaum exakt und verlässlich für mehrere Jahre vorauszusagen.


In diesem Falle würden also die Vergangenheitsbetrachtungen einen wesentlich höheren Unternehmenswert (der hier mit einer einfachen Versechsfachung des durchschnittlichen Jahresgewinns angenommen ist) ermitteln als die prognostizierte Gewinnerwartung, wobei diese natürlich mit vielen Unwägbarkeiten behaftet ist.

Neben der einfachen Multiplikation gibt es auch Verfahren mit Gewichtung, sodass beispielsweise die nahe Vergangenheit bzw. nahe Zukunft (die ja möglicherweise besser und exakter zu bestimmen ist) ein stärkeres Gewicht erhalten.

Neben den Gewinnen können und werden auch die Eigenkapitalrenditen als Basis zur Berechnung des Ertragswerts herangezogen.

Die tatsächliche Ertragswertberechnung ist wesentlich komplexer. Die hier vorgenommenen Ausführungen dienen lediglich dem prinzipiellen Verständnis und der Abgrenzung zum Buchwert undVerkehrswert eines Unternehmens.

Weiterführende Erläuterungen:
Buchwert eines Unternehmens
Verkehrswert eines Unternehmens
Unternehmenswert

Weiterführende Literatur:

Ernst, Dietmar/ Schneider, Sonja/ Thielen, Bjoern, Unternehmensbewertungen erstellen und verstehen. Ein Praxisleitfaden, Verlag: Vahlen, München 52012, ISBN 978-3-800639939

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