Entscheidungsfindung in Unternehmerfamilien

Kein Familienunternehmen kann dauerhaft bestehen, wenn bereits innerhalb der Unternehmerfamilie Stillstand und Entscheidungsunfähigkeit herrscht!

Aus dieser Tatsache ergibt sich die naheliegende Forschungsfrage: Wie organisieren Unternehmerfamilien ihre Entscheidungs- und damit Handlungsfähigkeit?

Diese Frage wurde bisher in der Forschung meist mit der teleologischen Vorstellung beantwortet, bei der die Organisation der Entscheidung sich angeblich anfänglich von einem patriarchalischem Stil des Unternehmers hin zu einem demokratischen Entscheidungsverhalten innerhalb der Familie entwickeln würde. Da die Beobachtungen in der Realität dieser Vorstellung jedoch häufig widersprechen, widmen sich Dr. Rena Haftlmeier Seiffert (EQUA), Prof. Dr. Sven Cravotta (SRH) und Prof. Dr. Beate Cesinger (NDU) in dieser Studie erneut diesem Thema.

Sie besteht aus mehreren Teilen:

  • qualitative Untersuchung der Entscheidungsfindung in vier Unternehmerfamilien mittels offener Interviews und Analyse und Musterbildung nach Codierung
  • Entwicklung des sog. Chamäleon-Modells, das zeigt, dass erfolgreiche Unternehmerfamilien offensichtlich immer mehrere Orgnisationsformen (gleichzeitig) nutzen, um zu Entscheidungen zu gelangen und damit flexibel und unternehmerisch handeln zu können
  • quantitative Evaluation des Modells und Klärung von Zusammenhängen mittels einer Breitenbefragung über einen online-Fragebogen

zum Fragebogen*)

Unsere Erkenntnisse sollen im Anschluss einerseits der Praxis zur Verfügung gestellt und andererseits in wissenschaftlichen Publikationen veröffentlicht werden.

 

Entscheidungsfindung in Unternehmerfamilien
*) Falls Sie aus einer Unternehmerfamilie kommen, würden wir uns feuen, wenn Sie sich 20 min Zeit nehmen und den Fragebogen beantworten würden. Danke!