EQUA Think Tank: Die Zukunft von Familienunternehmen
Neumühle, 13.-14. Juli 2017

Erstmals wurden von der EQUA-Stiftung 30 Familienunternehmens-Experten/innen aus den unterschiedlichsten Fachrichtungen (BWL, Jura, Geschichte, Psychologie, Soziologie, Entrepreneurship, Medizin etc.) eingeladen, um gemeinsam die möglichen Herausforderungen für Familienunternehmen und Unternehmerfamilien in den nächsten 20 Jahren zu reflektieren. Ziel war es, die verschiedenen Vorerfahrungen und möglichst breites Wissen zunächst zu sammeln, zu diskutieren und zu bündeln, um so Zukunftsszenarien zu entwickeln.

Dazu wurden vier aufeinander aufbauende und absolut ergebnisoffene Workshops von Frau Dr. Rena Haftlmeier-Seiffert konzipiert und durchgeführt:

  • Im ersten Workshop wurde mittels der world-café-Methode zunächst die Vorstellungen aller Teilnehmer/innen davon gesammelt und diskutiert, was Familienunternehmen in den nächsten 20 Jahren verändern wird.
  • Der zweite Workshop diente dazu, die Schlüsseleinflussfaktoren zu finden. Dazu wurden die im ersten Workshop erarbeiteten Veränderungsfaktoren von jedem/r Teilnehmer/in über eine Einfluss-Matrix nach ihrer mutmaßlichen Einflussstärke bewertet.
  • Diese so gefundenen Schlüsseleinflussfaktoren bildeten dann die Grundlage für den dritten Workshop. Hier wurden diese einzeln diskutiert und die Argumente in Szenario-Quadraten eingetragen, um so herauszufinden, was positiv und was negativ wirken könnte und ob diese Vorstellungen wohl als eher gewiss oder als eher unwahrscheinlich einzuschätzen sind.
  • Die so entstandenen positiven, negativen bzw. wahrscheinlichen Szenarien über die Zukunft von Familienunternehmen waren dann Grundlage für den vierten Workshop, in dem jede/r Teilnehmer/in ein fiktives Vermächtnis eines/r Senior-Unternehmers/-Unternehmerin an seine/ihre Nachkommen schrieb und dabei die erarbeiteten Zukunftsszenarien als Grundlage benutzte. Diese schriftlichen Vermächtnisse fallen naturgemäß sehr unterschiedlich aus. Sie zeichnen ein buntes und doch konkretes Bild davon, wie man die Zukunft von Familienunternehmen und Unternehmerfamilien gestalten könnte.

Diese fiktiven Vermächtnisse stellen das Ergebnis des EQUA Think Tanks über die Zukunft von Familienunternehmen dar. Sie sollen publiziert und damit allen Interessierten zugänglich gemacht werden.

Damit die Teilnehmer/innen, die sich größtenteils hier das erste Mal begegneten, eine gute Basis zum gemeinschaftlichen und intensiven Arbeiten hatten, wurde der EQUA Think Tank in der Abgeschiedenheit einer fränkischen ehemaligen Mühle abgehalten. Sie war durch ihre wunderbare Atmosphäre ein guter Rahmen, um neu und quer zu denken. Genau dieses Ziel hatte auch der Impulsvortrag von Hannes Treichl 'Anders denken', der am Beginn der Tagung stand. Da eine gute Arbeitsatmosphäre auch von Entspannungsphasen durchbrochen sein sollte, spielte das Giocoso Streichquartett im Brunnenhof ein bezauberndes Konzert und die Küche der Neumühle verwöhnte alle Teilnehmer/innen.

 

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