Mischgeschäftsführungen in Familienunternehmen: Kontrolle und Vertrauen

Ältere Familienunternehmen werden oft von Eigentümern und externen Managern gemeinsam geführt. Der Erfolg einer solchen Mischgeschäftsführung beruht in der Regel auf einer gut ausbalancierten Beziehung.
Sven Cravotta untersuchte in seiner Dissertation, die bei Herrn Prof. Dr. Arist von Schlippe an der Universität Witten/Herdecke entstand, diese Beziehungen. Aufgrund der Auswertung von 71 Interviews mit geschäftsführenden Gesellschaftern gelangt er zu dem Ergebnis, dass die Beziehungen zwischen Vertrauen und Kontrolle changieren. Sie gründen zwar meist primär auf Vertrauen sowie auf miteinander geteilten Zielen und Wertvorstellungen, doch Kontrolle findet trotzdem statt. Diese wird allerdings oft nicht offen zeigt, sondern verdeckt und in Gestalt informeller und weitgehend von beiden Seiten unbemerkten Verhaltens- bzw. Handlungsweisen vollzogen. Die Auswertung der Interviews konnte 15 solcher Kontrollmechanismen ermitteln.

Die EQUA-Stiftung begleitete Herrn Sven Cravotta inhaltlich während der verschiedenen Phasen der Entstehung dieser Arbeit.

 

Mischgeschäftsführungen in Familienunternehmen