Auswirkung komplexer Familienstrukturen auf Familienunternehmen

Dieses Forschungsprojekt an der Universität Bern wird von Frau Dr. Sabrina Schell, Frau Prof. Dr. Julia de Groote und Prof. Dr. Andreas Hack verantwortet. Es wird vom FNSNF (Schweizerischer Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung) finanziert. Die EQUA-Stiftung unterstützt die Studie inhaltlich.

Häufig ist die Befürchtung anzutreffen, dass Familienunternehmen dann in existenzielle Bedrängnis kommen, wenn die Familie zerbricht. Denn immerhin hat ein Familienunternehmen ja aus einer Familie und einem Unternehmen zu bestehen, wie es der Name schon zeigt. Hinter dieser Befürchtung steht implizit das (derzeit immer noch) vorherrschende traditionelle Familienbild, nach dem eine Familie ein verheiratetes Paar mit Kindern ist.

Die Wirklichkeit ist aber wesentlich vielfältiger. Es gibt geschiedene Eltern, Patchworkfamilien, uneheliche Kinder, Adoptivkinder, Pflege- und Stiefkinder, homosexuelle Paare mit und ohne eigenen oder fremden Kinder, Kinder, die bei den Großeltern aufwachsen, alleinerziehende Mütter oder Väter, Teilzeiteltern etc.

Die Studie möchte nun ergründen, inwiefern sich die erlebte Dynamik, die sich aus komplexeren Familienstrukturen und aus der Diskrepanz zwischen erlebter Realität und dem mentalen Bild von Familie (das die jeweilige Unternehmerfamilie vertritt) ergeben, auf Familienunternehmen auswirken. Mögliche Wechselwirkungen zwischen Familie, Unternehmen und Erfolg sollen so erkannt und verstanden werden.

Dies ist nicht nur wissenschaftliches Neuland, sondern hat auch einen sehr hohen Praxisbezug für Unternehmerfamilien und Familienunternehmen.

→ zum Forschungsprojekt: Es ist kompliziert - Wie sich komplexe Familienstrukturen auf das Familienunternehmen auswirken

 

Auswirkung komplexer Familienstrukturen auf Familienunternehmen