Eigenkapitalpartnerschaft in Familienunternehmen

 

Rena Haftlmeier-Seiffert, Eigenkapitalpartnerschaft in Familienunternehmen. Ein Instrument zur Lösung von Konflikten im Gesellschafterkreis, EQUA-Schriftenreihe 3/2007, Herrsching 2007, 38 Seiten, ISBN 978-3-939761-02-0, Preis: € 15,00

Die Autorin Rena Haftlmeier-Seiffert zeigt in diesem schmalen Band anschaulich und an Fallbeispielen konkret auf, inwiefern die Eigenkapitalpartnerschaft ein Instrument zur Befriedung von Gesellschafterkonflikten darstellen kann. Denn sie ist eine gute Möglichkeit für Familienunternehmen, sich von (querulatorischen) Gesellschaftern zu trennen und dabei das Unternehmen ohne Schwächung in der Hand der Familie zu erhalten.

Eine Trennung von einzelnen Familiengesellschaftern ist in Familienunternehmen meist ausgesprochen verpönt. Dies rührt daher, dass eine Ausbezahlung oft keine echte Option darstellt, da eine angemessene Abfindung des scheidenden Mitglieds häufig nicht finanzierbar scheint. Eine Eigenkapitalpartnerschaft stellt aber liquide Mittel zur Verfügung, ohne dass das Unternehmen (auch nicht indirekt) der Familie aus der Hand genommen würde, denn Eigenkapitalpartner unterscheiden sich maßgeblich von Fond-getriebenen Investoren.

Die Publikation wendet sich an alle Gesellschafter von Familienunternehmen (an den geschäftsführenden Gesellschafter mit betriebswirtschaftlichem Studium genauso wie an Gesellschafter ohne aktives Mandat im Unternehmen und ohne kaufmännische Ausbildung). Denn obwohl die Ausführungen betriebswirtschaftlich fundiert und mit konkreten Rechenbeispielen versehen sind, bleiben sie gut verständlich und anschaulich. Sie kommen ohne Fachjargon und betriebswirtschaftliches Hintergrundwissen aus und konkretisieren die Inhalte an einleuchtenden Fallbeispielen.