Eigentümerkreis und Fremdmanagement in Familienunternehmen als Führungsteam
 
EQUA Seminar,
München,
22. Mai 2012
 
Zuerst gab Frau Dr. Rena Haftlmeier-Seiffert eine Einführung, bei der es um das Grundverständnis ging, dass in Familienunternehmen die Welten Familie und Unternehmen aufeinandertreffen und trotz ihrer gegensätzlichen Voraussetzungen und Bedingungen immer wieder ausbalanciert werden müssen, wenn der (Unternehmens-) Erfolg nicht gefährdet werden soll.
Daran schlossen die Workshops von Herrn Prof. Dr. Marc-Michael Bergfeld an. Am konkreten Beispiel von Fiat wurde erarbeitet, wie die Protagonisten Luca Montezemolo (Fremdgeschäftsführer) und John Elkann (Nachfolger aus der Familie) vorbildlich die beiden Welten balancierten, indem sie immer wieder neue Rollen mit anderen Funktionen einnahmen, um auf neue Umstände aktiv zu reagieren.
Zwar kann dieses Beispiel nicht eins zu eins auf andere Familienunternehmen übertragen werden, jedoch ist die dahinterstehende Methode wegweisend: Gegensätze, die beinahe zwangsläufig aus den unterschiedlichen Gegebenheiten der beiden Welten Familie und Unternehmen entstehen, müssen immer wieder rasch erkannt und reflektiert werden, um sie im Anschluss sensibel und aktiv auszubalancieren und keine Konfrontation oder Opposition zu manifestieren. So können Führungsteams in Familienunternehmen auf längere Sicht erfolgreich sein und auch schwierige Situationen (zu denen allemal der Generationswechsel zählt) meistern.
 
Fremdmanagement in Familienunternehmen